Windpark als Energiequelle
Erneuerbare Energien sollen in Sochi für klimaneutrale Winterspiele 2014 sorgen.

Dena prognostiziert klimaneutrales Olympia in Sochi

(Olympia 2014 Vorbereitungen)

Die Sportwelt blickt dieser Tage nach Kanada, wo am Freitag in Vancouver die Olympischen Winterspiele 2010 eröffnet werden. In diesem Zusammenhang fällt in den internationalen Medien derzeit hin und wieder auch der Name der Stadt Sochi, dem Urlaubsparadies am Schwarzen Meer in Russland. Sochi wird im Jahr 2014 der Gastgeber der nächsten Olympischen Winterspiele sein, die dann erstmals in Russland stattfinden werden, und kann sich in den kommenden Tagen schon einen Vorgeschmack auf den bevorstehenden Event holen. Über die Olympischen Winterspiele in Sochi gibt es derzeit aber auch Aktuelles zu berichten, über eine Studie der Deutschen Energie Agentur (dena), die sich mit der Energieeffizienz von Sochi 2014 beschäftigt hat.

Sochi ist in Russland eher für den Sommerurlaub am Schwarzen Meer bekannt, nicht umsonst eilt Sochi der Ruf als "russische Riviera" in alle Welt voraus. Aus diesem Grund wurde die Vergabe der Olympischen Winterspiele an Sochi im Jahr 2007 durch das IOC teilweise heftig kritisiert, naturgemäß vor allem aus den Reihen der damaligen Mitbewerber Almaty (Kasachstan), Borschomi (Georgien), Jaca (Spanien), Pyeongchang (Südkorea), Salzburg (Österreich) und Sofia (Bulgarien). Eines der Hauptargumente zielte darauf ab, dass in Sochi ein erheblicher Energieaufwand betrieben werden müsse, um geeignete Rahmenbedingungen für den Wintersport zu schaffen, was sich wiederum sehr negativ auf das Klima auswirke. Die dena hält dem in ihrer Ende Januar veröffentlichten Studie entgegen, dass Sochi nicht nur in der Lage sei, klimaneutrale Winterspiele auszurichten, sondern darüber hinaus auch einen nachhaltigen Beitrag zu einer höheren Energieeffizienz in der Schwarzmeer-Region zwischen Krasnodar und Sochi leisten könne.

Erreicht werden könne dies in Sochi laut der dena-Studie durch den Bau von Biomassekraftwerken, Solaranlagen, Windparks und Wasserkraftwerken. Für den Fall, dass in öffentlichen Einrichtungen, den Stadien und Hotels in Sochi die entsprechenden Energiestandards eingehalten werden, prognostiziert die dena einen um 70 % gesenkten Energiebedarf während der Olympischen Winterspiele und für die Zeit danach. Die Studie sieht Sochi diesbezüglich als eine Art Vorreiter für andere Regionen in Russland und geht von einer Senkung des CO2-Ausstoßes auf 320 Kilotonnen und einer Kompensierung des Energiebedarfs binnen drei Jahren aus.   

Kai Rebmann

Foto: pixelio.de / millhouse

Datum: 10.02.2010

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